Kulturmanagement im Diskurs

Auf dieser Seite publizieren wir Aktuelles aus dem weiten Gebiet des Kulturmanagements und leisten damit einen Beitrag zu einer Auseinandersetzung über die diversen Aspekte desselben.


Tagung

Am 13. Mai 2014 veranstaltete das SKM die Tagung "Die Zukunft beginnt heute!" zu Trends in der Schweizer Kulturlandschaft.

Publikation "Die Zukunft der Kulturszene" von swissfuture
Die Publikation "swissfuture - das Magazin für Zukunftsmonitoring" widmet sich in der Ausgabe 3 des Jahres 2014 dem Thema Kultur. "Die Zukunft der Kulturszene" heisst das Heft und ist in Kooperation mit uns entstanden. Vorgestellt wird u.a. eine Abschlussarbeit von vier Absolvent/innen zum Thema "Veränderungsprozesse in Kulturbetrieben", ein Aufsatz beschäftigt sich mit Privater Kulturförderung und Brigitte Schaffner, Co-Studienleiterin des MAS Kulturmanagement an der Universität Basel, erklärt, wieso sich auch Weiterbildungsanbieter Gedanken zur Zukunft machen.

Editorial

Inhaltsverzeichnis

Das Magazin ist vergriffen, lesen Sie hier die Online-Version.
Weitere Informationen zu swissfuture


Jede Generation von Kulturschaffenden, Kulturförderern und Kulturmanagerinnen und -managern wird geprägt von den grossen Trends ihrer Zeit. Die Frage, wie den aktuellen Herausforderungen des jeweiligen Umfelds umsichtig und verantwortungsvoll zu begegnen ist, stellt sich immer wieder von neuem. Vor rund 15 Jahren, als Reaktion auf den Ruf nach Professionalisierung, startete das Masterprogramm Kulturmanagement der Universität Basel. Offensichtlich gelang es damals, zum richtigen Zeitpunkt richtig auf diesen Trend zu reagieren.

Und was ist morgen?

Welche Trends zeichnen sich heute ab? Soll in Zukunft nicht nur die Kulturproduktion, sondern auch der Kulturkonsum gefördert werden? Mit welchen Strategien reagieren Theater, Museen oder Konzerthäuser auf die zunehmende Transdisziplinarität in der Kulturproduktion? Wie muss der Kulturbetrieb von morgen kommunizieren, um sein Publikum zu erreichen? Wenn das Intendantenmodell ausgedient hat, wie werden Kulturbetriebe in Zukunft geführt? Expertinnen und Experten aus der kulturellen Praxis und der Forschung diskutierten die eigens für diesen Anlass erarbeiteten Prognosen zur Zukunft der Schweizer Kulturszene. Zusammen mit dem Publikum wurden Handlungsfelder eingekreist und mögliche Strategien verhandelt. Die Tagung sollte dazu anregen, sich den Luxus zu leisten, über das Tagesgeschäft hinaus in die nahe und fernere Zukunft zu blicken, sie soll inspirieren und für bevorstehende Transformationsprozesse sensibilisieren.

Podiumsteilnehmer/innen

Prognosen

Inputreferat "Die Kulturlandschaft heute - zum Stand der Dinge"
Dr. Benno Schubiger, Direktor Sophie und Karl Binding Stiftung Basel

Interview mit Josiane Imhasly und Dominic Chenaux (zwei MitverfasserInnen der Prognosen) auf Radio RaBe / Sendung Subkutan (Ausstrahlung am 7. Mai 2014)
Talk: Von Kulturförderung zu Komsumförderung

GPS kultur.bl Standpunkt
Unter dem Titel "Wie die Zukunft denken?" findet sich im "Standpunkt 24" ein Rückblick auf die Tagung von Bernadette Hauert. Standpunkt wird von kulturelles.bl herausgegeben, der Abteilung Kultur des Kantons Basel-Landschaft.

Rückblick auf die Tagung
Artikel in der Zeitschrift für Kulturmanagement, 2015 / 2, verfasst von Brigitte Schaffner

Die ursprünglich angekündigte Reflexe-Sendung von SRF2 Kultur wurde leider nicht produziert.


Interview

Das junge Nomadenpublikum abholen.
Vier Monate nach "Kulturinfarkt": Wie die Streitschrift von Pius Knüsel und Co. die Politik anstachelt.

mit Rolf Keller im Tages-Anzeiger vom 2. Juli 2012 (Kultur und Gesellschaft)


Artikel

Kulturpolitik ist mehr als Finanz-Jonglage

von Rolf Keller in der NZZ vom 21.9.2011 (Meinung & Debatte)


Basel hat ein neues Kulturleitbild

Im August 2010 hat der Regierungsrat Basel-Stadt zum dritten Mal ein Kulturleitbild vorgelegt. „Der Entwurf des Kulturleitbilds umfasst einige grundsätzliche Ausführungen zur Kultur im Allgemeinen und deren Bedeutung für den Standort Basel im Besonderen. Darüber hinaus konkretisiert er die Ziele und Massnahmen, wie sie im Legislaturplan für die Jahre 2009 - 2013 unter dem Titel "Schwerpunkt Kulturstadt mit Ausstrahlung" formuliert wurden.“ (Auszug aus der Medienmitteilung)

Mit dem vorliegenden Entwurf war auch die Bevölkerung aufgefordert, sich aktiv am Vernehmlassungsprozess zu beteiligen. Denn das Kulturfördergesetz (KuFG) verlangt in § 8 KuFG für das Kulturleitbild einen Mitwirkungsprozess: "Der Regierungsrat legt die Kulturförderpolitik unter Mitwirkung aller interessierten Personen in einem Kulturleitbild periodisch fest." Im Entwurf heisst es: „In letzter Konsequenz ist mit dem Ausdruck „alle interessierten Personen“ jedermann gemeint: Bürger und Bürgerinnen des Stadtkantons Basel, die Vertreter und Vertreterinnen aller Institutionen und Organisationen, mit denen die Behörden öffentlich-rechtliche (Subventionen), privatrechtliche (Verträge) und andere Formen und Varianten (Massnahmen und Mittel) von Beziehungen unterhalten. Dazu gehören aber auch die auswärtigen Besucher und Besucherinnen in den Museen, Theatern, Konzerthäusern und allen anderen öffentlichen Veranstaltungsorten und -plätzen der Kulturstadt Basel.“

Das Studienzentrum Kulturmanagement hat sich im Rahmen der Vernehmlassung auch zum Entwurf geäussert und will sich auch künftig am kulturpolitischen Diskurs im Kanton Basel-Stadt beteiligen.

Weiterführende Informationen und Dokumente:

Kulturleitbild 2012-2017

Medienmitteilung vom 19. April 2012: neues Kulturleitbild ist erschienen

Medienmitteilung Regierungsrat vom 26. August 2010: Mitwirkungsverfahren des Kulturleitbildes eröffnet

Entwurf Kulturleitbild August 2010

Vernehmlassung des SKM: Die Basler Kultur verdient ein sorgfältigeres Leitbild

Interview mit Philippe Bischof, Leiter Abteilung Kultur BS in der Basler Zeitung vom 19.4.2011 (Kennwort zum Öffnen des Dokuments: KulturManagement)


TABLE RONDE CULTURE

Nachdem das KFG verabschiedet worden war, fanden sich einige Akteure unter Federführung von Suisseculture in einer lockeren Vereinigung zusammen, um unter der Bezeichnung TABLE RONDE CULTURE die weitere Entwicklung zu verfolgen, insbesondere die Ausarbeitung der jeweiligen Kulturbotschaften zu begleiten. Zu den Teilnehmenden gehören u.a. Vertretungen der Kantone, des BAK, der Pro Helvetia, der Konferenz der Kantonsarchäologen, Verbände wie NIKE, Schweizer Kunstverein, Verband der Museen der Schweiz (VMS) und ICOM Schweiz, oder das SKM; indirekt sind natürlich alle Mitgliederverbände von Suisseculture dabei.

Die Table Ronde will ein Gremium sein, das Sachverstand versammelt, der bei den Behörden in vielen Belangen nicht vorhanden ist/sein kann. Dabei soll sie die verschiedenen Positionen eines breiten Spektrums von Sparten in aktuellen Fragen der Kulturpolitik diskutieren und nach gemeinsamen Haltungen und Lösungsvorschlägen suchen. Zu diesem Zweck will sie die Rolle eines natürlichen Ansprech- und Dialogpartners der Regierung und der Verwaltung anstreben, um diesen sachlich angemessene Entscheidungen zu ermöglichen.


Ein Kulturförderungsgesetz für die Schweiz

Im Sommer 2005 publizierte der Bundesrat Entwürfe für ein Kulturförderungsgesetz und das zu revidierende Pro Helvetia-Gesetz. Die Stellungnahmen vieler kultureller Institutionen und Verbände im Vernehmlassungsverfahren zeigten, dass zu diesen Vorlagen beträchtlicher Diskussionsbedarf bestand. Auf Initiative der Stiftung Schweiz der Europäischen Akademie der Wissenschaften und Künste (Stiftung CH-ASAE) und in Zusammenarbeit mit dem Studienzentrum Kulturmanagement der Universität Basel bildete sich 2006 deshalb eine Interessengemeinschaft, die als ad hoc Kulturlobby die Diskussion der Gesetzesentwürfe nochmals aufgreifen wollte und ihre Verbesserung anstrebte.

Dieser Interessengemeinschaft "KFG / PHG", einer rein zivilgesellschaftlichen Gruppierung, für die mit der Gesetzgebung keine eigenen Interessen verbunden waren, gehörten die folgenden Institutionen an:
-  Stiftung CH – ASEA
-  Migros-Kulturprozent
SwissFoundations – Verein der Vergabestiftungen in der Schweiz
-  Schweizer Kunstverein
-  SKM – Studienzentrum Kulturmanagement, Universität Basel

Die IG arbeitete zu den zentralen Gesetzespunkten, die ihres Erachtens verbessert werden mussten, ein knappes Argumentarium aus. Dieses Papier wurde mit Vertreterinnen und Vertretern zahlreicher kultureller Institutionen und nationaler Verbände diskutiert und bereinigt. Anschliessend schickte es die IG an den damaligen Vorsteher des Eidgenössischen Departements des Innern, Bundesrat Pascal Couchepin, mit der Bitte, die darin enthaltenen Forderungen bei der Ausarbeitung der neuen Entwürfe und der Botschaft ans Parlament zu berücksichtigen.

Argumentarium 2006 deutsch                     Argumentarium 2006 französisch

Die überarbeiteten Entwürfe zum Kulturförderungsgesetz und zum Pro Helvetia Gesetz wurden dann im Juni 2007 vom Bundesrat an das Parlament überwiesen. Die Vorbehalte der IG und weiterer kulturell engagierter Kreise, insbesondere Suisseculture, gegenüber den Entwürfen fanden im Parlament stärkeres Gehör als beim Bundesrat. Vertreter der IG hatten zu Beginn der Behandlung in den eidgenössischen Räten ein damals schon modifiziertes Argumentarium am 21. Februar 2008 in der nationalrätlichen Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur WBK und am 18. März 2008 in der Kulturgruppe des Parlaments präsentieren und diskutieren können. Mehrere wichtige Forderungen der Kulturschaffenden fanden darauf in der parlamentarischen Beratung positives Echo.

Argumentarium 2008 deutsch                     Argumentarium 2008 französisch

Im Laufe der Beratung im Erstrat, dem Nationalrat, wurden die beiden Vorlagen zusammengelegt, also das Pro Helvetia-Gesetz ins Kulturförderungsgesetz integriert. Nach Debatten in beiden Räten, jeweils auf der Basis der Vorarbeiten ihrer Kommissionen für Wissenschaft, Bildung und Kultur, sowie schliesslich einem Differenzbereinigungsverfahren zu besonders umstrittenen Punkten verabschiedete das Parlament im Dezember 2009 das Kulturförderungsgesetz: Zehn Jahre nach Inkrafttreten der neuen Bundesverfassung lag somit für den Kulturbereich auch der wichtige Ausführungserlass vor, der auf nationaler Ebene festlegt, wie die Kulturpolitik der Schweiz künftig zu gestalten und zu organisieren ist.

Die Interessengemeinschaft "KFG / PHG" löste sich am 1. März 2010 auf, mit der Verabschiedung des Gesetzes hatte sich ihre Aufgabe erfüllt und gelohnt, lagen doch jetzt Gesetzestexte vor, die gegenüber den ursprünglichen deutlich verbessert worden waren.

Zwei Dokumente fassen zusammen, was die Interessengemeinschaft leistete und wie sich aus ihrer Sicht die Resultate des Gesetzgebungsprozesses präsentieren:

IG KFG - Aktivitäten 2006-2009                  IG KFG - was erreicht wurde

Das Bundesamt für Kultur erarbeitete dann auf den Sommer 2010 hin den Entwurf der ersten Kulturbotschaft, für die Jahre 2012-2015, wie sie das neue Gesetz in vierjährigen Abständen vorsieht.

Die Mitwirkung verschiedener Kulturakteure erfolgt seither im Rahmen der TABLE RONDE CULTURE - siehe Eintrag weiter oben.

Weitere Informationen zur Debatte sind unter folgenden Links zu finden:

Bundesamt für Kultur
Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia
Suisseculture, Dachverband der professionellen Kulturschaffenden der Schweiz
Kulturministerium
Kulturförderungsgesetz
Bericht Sonntagszeitung 


Stellungnahme im Rahmen der Vernehmlassung zu den Entwürfen für ein Kulturförderungsgesetz (KFG) und das revidierte Pro Helvetia-Gesetz (PHG).

Eingereicht durch das SKM - Studienzentrum Kulturmanagement der Universität Basel in Zusammenarbeit mit dem Zentrum für Kulturmanagement der Zürcher Hochschule Winterthur.


Gründung des deutschsprachigen internationalen "Fachverbands für Kulturmanagement"

Am 28. April 2007 haben Vertreterinnen und Vertreter von 19 Hochschulen und Universitäten aus Deutschland, Österreich und der Schweiz in Weimar den Fachverband als Verein gegründet.

Zweck des Fachverbandes ist die Vertretung und Förderung des Fachs Kulturmanagement in Forschung und Lehre für den deutschsprachigen Raum.

Weitere Informationen

Website des Fachverbands: www.fachverband-kulturmanagement.org

Siehe auch die Website von Kulturmanagement.net


Publikation

Martin Tröndle: Entscheiden im Kulturbetrieb
Integriertes Kunst- und Kulturmanagement
296 Seiten, Ott-Verlag, Bern, März/April 2006

Buchbeschreibung (Verlagstext): Alles was in einer Kulturorganisation passiert, muss entschieden werden. Es muss entschieden werden, was als Nächstes zu tun ist, und wie. Die Wirtschaftswissenschaften erarbeiten Instrumente zur Berechnung von Gewinnchancen angesichts von Entscheidungsalternativen. Für Kulturorganisationen, deren Ziele jenseits der Berechenbarkeit ökonomischer Größen liegen, steht ein solches Instrumentarium nicht zur Verfügung. Es stellt sich also nicht nur die Frage, wie in Kulturorganisationen entschieden wird, also wie sie «ticken», sondern auch, wie ein Entscheidungsinstrument aussieht, das anstelle von monetären Größen beispielsweise ästhetische, kulturelle und soziologische Kriterien konzeptionalisiert. Bisher ging man im Kulturmanagement meist einzelwissenschaftlich vor. Hier hingegen wird ein integrierendes Vorgehen vorgestellt, das einen tatsächlichen Praxisbezug hat und alle für Kulturorganisationen relevanten Einflussgrößen inhaltlich aufeinander abstimmt. Zudem wird deutlich gemacht, wann Entscheidungen wirksam und wann sie am Sinnhorizont der Organisation zerrieben werden.

Rezension von Dr. Isabella Urban, Korrespondentin, Wien
für Kulturmanagement Network


Publikation

Patrick Gogner: Kulturelle Einstellungen leitender Mitarbeiter kommunaler Kulturverwaltungen
231 Seiten, Deutscher Universitäts-Verlag, Wiesbaden, 2006

Buchbeschreibung (Verlagstext): Patrick Glogner untersucht die kulturellen Einstellungen leitender Mitarbeiter kommunaler Kulturverwaltungen und weist hier deutliche Unterschiede nach, z.B. im Selbstverständnis als kulturpolitische Akteure, in den Kriterien der Kulturförderung und in der Relevanz von Konzepten wie der Neuen Kulturpolitik oder der Kulturpflege.

Mehr Informationen.


Referat

Referat der Journalistin  Barbara Basting, das sie anlässlich des Symposiums „Professionalisierung der Kultur – Fluch oder Segen?“ Ende Mai 2005 in der Kartause Ittingen gehalten hat.

Barbara Basting, „13 kritische Thesen und Beobachtungen“

Weitere Informationen zum Symposium.


Publikation

Kulturstaatsministerin Weiss veröffentlicht Studie zu Struktur und Entwicklung von Kulturberufen - Anzahl der Beschäftigten im Kulturbereich gestiegen.

Die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien, Christina Weiss, hat heute im Rahmen einer vom Deutschen Studentenwerk veranstalteten Fachtagung in Berlin wesentliche Ergebnisse einer neuen Studie zu Struktur und Entwicklung der Kulturberufe in Deutschland vorgestellt.

Nach den Ergebnissen der Studie belief sich die Gesamtzahl der Erwerbstätigen in den Kulturberufen in Deutschland im Jahr 2003 auf rund 780.000 Personen. Dazu zählen zum Beispiel Künstler, Publizisten, Designer und Architekten.

Die Studie unter dem Titel "Kulturberufe - Statistisches Kurzporträt zu den erwerbstätigen Künstlern, Publizisten, Designern, Architekten und verwandten Berufen im Kulturberufemarkt in Deutschland 1995-2003" wurde von Michael Söndermann (Arbeitskreis für Kulturstatistik) im Auftrag der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien erstellt. (Veröffentlicht: 18.10.2004)

Studie